Im Westen Berlins, etwa in Charlottenburg, steht der Baugrund auf mächtigen Sand- und Kiesablagerungen der Grundmoräne – dort sind die seismischen Übertragungsfunktionen meist günstig. Fährt man hingegen in den Nordosten nach Pankow oder in Teile von Köpenick, trifft man auf weiche Geschiebemergel und organische Beckensedimente, die Erschütterungen deutlich verstärken können. Genau hier setzt unsere Standortantwortanalyse an: Wir bestimmen für Ihr Grundstück die standortspezifische Bodenreaktion unter dynamischer Belastung. Die Ergebnisse fließen direkt in die Bemessung nach DIN EN 1998-1 (Eurocode 8) und die Baugrundklassifizierung. Vor einer Ausschreibung der Gründung empfehlen wir ergänzend eine MASW-VS30-Messung zur Ermittlung der Scherwellengeschwindigkeit im oberflächennahen Untergrund. Das spart später unnötige Sicherheitszuschläge.

In Berlin variiert der Verstärkungsfaktor für Erdbeben zwischen 1,1 auf Sand und 1,8 auf organischen Beckensedimenten – ein Unterschied, der die Baukosten um bis zu 15 % beeinflusst.