Seit dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich Berlin von einer geteilten Stadt zur dynamischen Metropole mit über 3,7 Millionen Einwohnern entwickelt. Dieses Wachstum brachte ein dichtes Netz an Straßen, Radwegen und Plätzen hervor, deren Tragfähigkeit maßgeblich von der geotechnischen Beschaffenheit des Untergrunds abhängt. Die Bemessung flexibler Fahrbahnen in Berlin erfordert daher eine präzise Kenntnis der anstehenden Sande, Geschiebemergel und organischen Schichten, die unter den innerstädtischen Verkehrsflächen liegen. Entscheidend ist die Dimensionierung der Asphaltschichten und der ungebundenen Tragschicht, um Verformungen durch den intensiven Bus- und Lkw-Verkehr auf Hauptachsen wie der B 96 oder der A 100 zu vermeiden. Ergänzend zur Bemessung flexibler Fahrbahnen werden häufig geotechnische Untersuchungen zur Tragfähigkeit herangezogen, die auch das Setzungsverhalten des Untergrunds bewerten.

In Berlin entscheidet der Verformungsmodul auf dem Planum über die Lebensdauer der Fahrbahn – bei Bauklasse II sind mindestens 45 MN/m² gefordert.