Die Bemessung aktiver und passiver Verankerungen in Berlin folgt den Vorgaben des Eurocode 7 (EN 1997-1:2004) sowie der nationalen Anwendungsregel DIN 1054:2021. Gerade in der Berliner Innenstadt, wo der anstehende Geschiebemergel und die darunter liegenden Sande oft von Auffüllungen und eiszeitlichen Rinnen durchzogen sind, erfordert die Verankerungsbemessung eine genaue Kenntnis der Schichtgrenzen. Bevor wir die Tragfähigkeit eines Ankers rechnerisch nachweisen, führen wir in der Regel ein Sondiersystem wie den SPT durch, um die Lagerungsdichte der rolligen Böden zu bestimmen; zudem hilft eine Klassifikation der Bodenarten, den Reibungswinkel und die Kohäsion für den Verbund zwischen Anker und Erdreich zuverlässig anzusetzen.

In Berliner Sanden erreichen Verpressanker typische Grenzlasten zwischen 300 kN und 600 kN – die genaue Ankerlänge bestimmen wir über Triaxialversuche und die DIN 1054.