In Berlin begegnen uns bei tiefen Baugruben oft überraschende Schichtenwechsel – von Geschiebemergel über feine Sande bis hin zu Torfen in den ehemaligen Flussläufen der Spree. Gerade in Mitte oder Friedrichshain kann der Grundwasserstand nur zwei Meter unter Gelände liegen, sodass eine offene Wasserhaltung schnell an Grenzen stößt. Bevor wir die Verbauart festlegen, klären wir die tatsächlichen Verhältnisse mit einem geotechnischen Sondierungsprogramm ab, das die Lagerungsdichte der Sande und die Konsistenz der bindigen Schichten erfasst. Parallel dazu prüfen wir die Setzungsempfindlichkeit benachbarter Altbauten, denn viele Gründerzeitfassaden in Berlin tolerieren nur wenige Millimeter Differenzsetzung.

In Berliner Sanden mit φ' um 34° erfordert die hydraulische Grundbruchsicherheit bei gespanntem Grundwasser einen rechnerischen Nachweis nach DIN 1054.