Ein häufiger Fehler, den wir in Berliner Bauprojekten sehen: Man geht davon aus, dass der sandige Boden der Region kaum erosionsanfällig ist. Dabei unterschätzt man, dass gerade die feinen Sande und Schluffe im Berliner Urstromtal bei Starkregen extrem schnell abgetragen werden. Ohne eine fundierte Bodenerosionsanalyse wird das Risiko von Rillenbildung, Setzungsschäden an Böschungen und Verlust von Oberboden oft erst bemerkt, wenn die Bagger schon stehen. Wir haben schon mehrfach erlebt, dass ohne diese Analyse nach dem ersten Gewitter Meter für Meter Boden fehlt. Deshalb raten wir: Vor jedem Eingriff in die Geländeoberfläche – egal ob für eine Baugrube, eine Regenwasserversickerung oder eine landwirtschaftliche Nutzung – sollte eine Erosionsanalyse stehen. Sie gibt Sicherheit, welche Flächen kritisch sind und welche Maßnahmen greifen müssen.

In Berliner Sandböden kann ein Starkregenereignis innerhalb von 20 Minuten mehr Boden abtragen als ein ganzes Jahr Trockenheit.