Ein häufiger Fehler bei Planern und Bauunternehmen in Berlin ist die Annahme, dass die Tragfähigkeit des anstehenden Bodens ausreichend sei, sobald der visuelle Eindruck eines dichten Sandbodens entsteht. Gerade im Berliner Urstromtal mit seinen wechselnden Schichten aus Geschiebemergel, feinen Sanden und Torfeinlagerungen führt diese Annahme regelmäßig zu Setzungsschäden an neu gebauten Straßen. Eine fundierte CBR-Studie für Straßenentwurf klärt bereits im Vorfeld, ob der Untergrund die geforderten CBR-Werte für den geplanten Oberbau erreicht. Besonders in Kombination mit einer geotechnischen Wegebauanalyse und der Bestimmung der Bodenklassifikation lassen sich wirtschaftliche, aber sichere Schichtdicken dimensionieren.

CBR-Werte unter 3% bei 95% Proctordichte erfordern in Berlin zwingend eine Bodenverbesserung oder eine erhöhte Frostschutzschicht nach RStO 12.