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Ödometer-Konsolidationsversuch in Berlin – Setzungsverhalten verstehen

Evidenzbasiertes Design. Verlässliche Lieferung.

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Wer in Berlin baut, kennt den Unterschied zwischen dem märkischen Sand in Zehlendorf und dem Geschiebemergel in Pankow. Während der Sand kaum nachgibt, reagiert der Mergel auf Laständerungen mit langanhaltenden Konsolidationsprozessen. Genau hier setzt der Ödometer-Konsolidationsversuch an: Er misst, wie schnell und wie stark sich ein Boden unter Druck verformt. Für Projekte in Berlin, etwa entlang der Spree oder in Moabit mit weicheren Schichten, liefert dieser Versuch die Grundlage, um spätere Risse oder ungleichmäßige Setzungen zu vermeiden. Wir kombinieren diese Analyse oft mit einem geotechnischen Dichtheitstest, um das Zusammenspiel von Durchlässigkeit und Setzung zu bewerten.

Illustratives Bild von Consolidacion in Berlin
Der Ödometer-Konsolidationsversuch liefert die c_v- und E_s-Werte, die für eine verlässliche Setzungsprognose in Berlin unverzichtbar sind – besonders bei weichen Böden entlang der Spree.

Unsere Leistungsbereiche

Methodik und Umfang

Ein häufiger Fehler ist, den Ödometer-Konsolidationsversuch nur als akademische Übung zu betrachten. In Berlin sehen wir regelmäßig, dass Bauherren auf eine einfache Plattendruckprobe vertrauen und dann monatelang Setzungen beobachten. Der Versuch nach DIN 18135 liefert dagegen den Vorgangskennwert c_v und den Steifemodul E_s – beides essenziell für die Prognose von Endsetzungen und Setzungszeiten. Typische Parameter aus unseren Untersuchungen sind:
  • Steifemodul E_s: 8–35 MN/m² (je nach Lagerungsdichte)
  • Vorgangskennwert c_v: 10⁻⁷ bis 10⁻⁶ m²/s
  • Querdehnzahl ν: 0,25–0,35
Ohne diese Werte bleibt jede Fundamentbemessung in Berlin eine Milchmädchenrechnung – vor allem bei Bauwerken auf Geschiebemergel oder organischen Schichten im Umland.
Technische Referenz — Berlin

Lokale Besonderheiten

Das Berliner Klima mit feuchten Wintern und trockenen Sommern beeinflusst die Konsolidation indirekt: Wechselnde Grundwasserstände verändern die effektiven Spannungen im Boden. Wenn eine Baugrube in Mitte oder Friedrichshain offen liegt und der Grundwasserspiegel schwankt, können sich die gemessenen Konsolidationsparameter verschieben. Unser Ödometer-Konsolidationsversuch simuliert diese Randbedingungen, indem wir unterschiedliche Drainagebedingungen einstellen. So vermeiden wir, dass die spätere Setzungsprognose am Reißbrett scheitert, nur weil der reale Grundwassereinfluss ignoriert wurde.

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Geltende Normen

DIN 18135 (Ödometer-Konsolidationsversuch), DIN 18122-1 (Zustandsgrenzen, Fließ- und Ausrollgrenze), DIN 18196 (Bodenklassifikation), Eurocode 7 (EN 1997-2:2007, Abschnitt 5.2 – Oedometer-Tests)

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Steifemodul E_s8–35 MN/m²
Vorgangskennwert c_v1·10⁻⁷ – 1·10⁻⁶ m²/s
Querdehnzahl ν0,25–0,35
Durchlässigkeitsbeiwert k_f1·10⁻⁸ – 1·10⁻⁶ m/s
Konsolidationsgrad U90 % nach 24 h (bei Sand), 7–30 Tage (bei Mergel)
Probenhöhe im Oedometer20 mm (Standard)

Häufige Fragen

Was kostet ein Ödometer-Konsolidationsversuch in Berlin?

Der Preis für einen Standard-Ödometer-Versuch liegt zwischen 200 und 380 Euro pro Probe, abhängig von der Anzahl der Laststufen und der Dauer des Versuchs. Bei mehreren Proben oder Langzeitversuchen (Kriechphase) kann der Preis steigen. Eine genaue Kalkulation erhalten Sie nach Eingabe Ihrer Rahmendaten.

Welche Norm gilt für den Ödometer-Konsolidationsversuch in Deutschland?

In Deutschland wird der Versuch nach DIN 18135 durchgeführt. Für die Einordnung der Ergebnisse in den Eurocode 7 (EN 1997-2:2007) ist zusätzlich die Bestimmung der Zustandsgrenzen nach DIN 18122-1 erforderlich.

Wie lange dauert ein Ödometer-Konsolidationsversuch?

Ein Standardversuch mit 5–7 Laststufen dauert etwa 2–4 Tage. Für weiche Böden mit hohem organischem Anteil, die eine sekundäre Konsolidation aufweisen, kann der Versuch auf 7–30 Tage verlängert werden. Die reine Messzeit im Labor beträgt in der Regel 24–72 Stunden.

Welche Bodenarten in Berlin erfordern zwingend einen Konsolidationsversuch?

Besonders kritisch sind Geschiebemergel, organische Schichten (Torf, Mudde) und feinkörnige Sande mit Schluffanteil, wie sie im Berliner Urstromtal und in Mooren vorkommen. Diese Böden zeigen langsame Konsolidation und hohe Setzungsempfindlichkeit. Der Versuch ist auch bei Auffüllungen und weichen Seesedimenten im Umland Pflicht.

Was ist der Unterschied zwischen dem Ödometer-Versuch und einem Triaxialversuch?

Der Ödometer-Versuch misst die eindimensionale Verformung unter vertikaler Belastung – ideal für Setzungsprognosen unter Fundamenten. Der Triaxialversuch dagegen simuliert dreidimensionale Spannungszustände und liefert die Scherparameter c' und φ'. Bei weichen Böden in Berlin empfehlen wir beide Verfahren: den Oedometer für die Setzung, den Triaxialversuch für die Standsicherheit.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Berlin und seinem Großraum.

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