Berlin liegt auf einer glazialen Landschaft. Die Grundmoränenplatten wechseln sich mit Schmelzwasserrinnen ab. Das bedeutet: Unter einer dünnen Mutterbodenschicht folgt oft Geschiebemergel, darunter feine Sande und Kiese. Gleichzeitig ist der Grundwasserstand in vielen Bezirken wie Mitte oder Kreuzberg extrem hoch. Für die Flachgründungsbemessung ist das eine Herausforderung. Wir kombinieren deshalb die Ergebnisse aus Rammkernsondierungen mit einem ensayo SPT, um die Lagerungsdichte der Sande exakt zu bestimmen. Nur so lassen sich Setzungen unter Streifenfundamenten zuverlässig prognostizieren. Die DIN 1054:2021 definiert dafür klare Grenzwerte.

Auf Geschiebemergel mit kf-Werten unter 10⁻⁸ m/s ist die Flachgründungsbemessung oft von der Konsolidation des Untergrunds dominiert.