Die Spree fließt mitten durch Berlin und prägt den Grundwasserstand der gesamten Region. Unterhalb der Stadt liegen mächtige Sand- und Kiesablagerungen der Weichsel-Kaltzeit, die je nach Schichtung stark unterschiedliche Durchlässigkeiten aufweisen. Genau hier setzt der Labor-Durchlässigkeitsversuch (fallender/konstanter Druck) an. Er liefert den gesuchten kf-Wert – die Grundlage für jede wasserdichte Baugrube, jede Drainageplanung und jede Dichtwandbemessung in der Hauptstadt. Vor der Probenahme sollte jedoch stets ein Sondierungen mit SPT durchgeführt werden, um die Schichtabfolge zu kartieren.

Der kf-Wert entscheidet über die Wirtschaftlichkeit von Bauwasserhaltungen – eine Abweichung um eine Zehnerpotenz kann die Kosten vervielfachen.