Auf unseren Berliner Baustellen setzen wir für die geotechnische Entwässerungsbemessung meist einen Kombinationsbohrwagen mit Spülhilfe ein – der anstehende Geschiebemergel und die glazialen Sande machen das nötig. Vor Ort messen wir zuerst den Grundwasserflurabstand in temporären Pegeln, dann folgen Versickerungsversuche im offenen Bohrloch. Die ermittelten kf-Werte landen direkt in der Berechnung von Dränanlagen nach DIN 4095. Ergänzend führen wir Feldversuche zur Durchlässigkeit durch, wenn die Schichtung uneinheitlich ist. Erst wenn alle Daten aus dem Untergrund vorliegen, beginnt die eigentliche hydraulische Dimensionierung der Dränage.

In Berliner Urstromtälern können die kf-Werte zwischen 1×10⁻⁴ und 1×10⁻⁷ m/s schwanken – eine standortspezifische Bemessung ist zwingend.