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Standard Penetration Test (SPT) in Berlin – Geotechnische Erkundung für den Berliner Untergrund

Evidenzbasiertes Design. Verlässliche Lieferung.

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In Berlin stößt man bei Baugruben oft auf eine Wechsellagerung aus mitteldichtem bis dichtem Sand, der von Geschiebemergel durchzogen ist. Der klassische Standard Penetration Test (SPT) ist hier das Mittel der Wahl, um die Lagerungsdichte der nichtbindigen Böden direkt in situ zu erfassen. Wir kombinieren den SPT mit einer MASW-Vs30-Messung, wenn zusätzlich die Scherwellengeschwindigkeit für die seismische Klassifikation nach EC 8 benötigt wird. Die Bohrlochsondierung liefert uns den N-Wert pro 30 cm Eindringtiefe – ein robuster Kennwert für die erste Tragfähigkeitsabschätzung.

Illustratives Bild von Ensayo spt in Berlin
Der SPT liefert den N-Wert – den direkten Index für die Lagerungsdichte von Berliner Sanden, korrelierbar mit Tragfähigkeit und Setzungsverhalten.

Unsere Leistungsbereiche

Methodik und Umfang

Die Sande in Berlin-Mitte zeigen oft N-Werte zwischen 15 und 30, während in Randbezirken wie Spandau oder Köpenick weichere Auffüllungen mit N unter 10 vorkommen. Der SPT nach DIN EN ISO 22476-3 ist genormt: Fallgewicht 63,5 kg, Fallhöhe 760 mm, Meißel oder Spitzendurchmesser 50 mm. Bei jeder Bohrlochtiefe wird der Schlagwiderstand über drei Abschnitte von je 150 mm protokolliert.
  • Gewinnung einer gestörten Bodenprobe aus dem Bohrgut
  • Ermittlung der bezogenen Lagerungsdichte ID nach DIN 4094-1
  • Korrelation mit dem Reibungswinkel φ' für Sande nach Peck, Hanson & Thornburn
Ergänzend setzen wir Schürfgruben (calicatas exploratorias) ein, um an diskreten Stellen die Schichtung visuell zu kontrollieren und grobe Blöcke zu identifizieren.
Technische Referenz — Berlin

Lokale Besonderheiten

Der Grundwasserspiegel liegt in Berlin oft nur 2 – 4 m unter Gelände. Bei SPT-Ausführung unterhalb des Wasserspiegels kann der Sand durch hydraulischen Grundbruch oder Aufschwimmen die Sondierung verfälschen – der N-Wert wird dann durch den Auftrieb scheinbar reduziert. Zudem können grobe Blöcke im Geschiebemergel den Sondenkopf blockieren. Wir dokumentieren jede Abweichung im Bohrprofil und wiederholen die Sondierung in 1 – 2 m Abstand, um repräsentative Mittelwerte zu erhalten.

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Geltende Normen

DIN EN ISO 22476-3:2017 (SPT – Standard Penetration Test), DIN 4094-1:2002 (Baugrund – Felduntersuchungen – Rammsondierungen), Eurocode 7 (EN 1997-1:2004) – Geotechnische Bemessung

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Fallgewicht63,5 kg
Fallhöhe760 mm
Sondenkopf-Durchmesser50 mm
Messintervall3 × 150 mm
Typischer N-Wert (Berliner Sand)12 – 35
Korrelierbar mitφ', Dr, Su (Ton)

Häufige Fragen

Was kostet ein Standard Penetration Test (SPT) in Berlin?

Die Kosten für einen SPT in Berlin liegen typischerweise zwischen 470 € und 700 € pro Sondierungspunkt, abhängig von Bohrtiefe, Zugänglichkeit und Anzahl der Messungen. Bei mehreren Punkten reduziert sich der Einzelpreis.

Wann ist der SPT dem CPT (Cone Penetration Test) vorzuziehen?

Der SPT ist robuster bei kiesigen Sanden, Geschiebemergel und wechselnden Schichten, wie sie in Berlin häufig vorkommen. Der CPT liefert kontinuierliche Profile, versagt aber in grobkörnigen Böden mit Blöcken. Wir empfehlen den SPT, wenn eine gestörte Probe für die Klassifikation nach DIN 18196 benötigt wird.

Welcher N-Wert gilt in Berlin als ausreichend für eine Flachgründung?

Für ein Einfamilienhaus auf Berliner Sand wird oft ein N-Wert von mindestens 15 gefordert. Bei N ≥ 25 kann von einer setzungsarmen Gründung ausgegangen werden. Liegt der N-Wert unter 10, sind Tiefgründungen oder Bodenverbesserungsmaßnahmen zu prüfen.

Muss der SPT in Berlin nach einem bestimmten Normenstandard ausgeführt werden?

Ja, der SPT in Deutschland ist nach DIN EN ISO 22476-3 (früher DIN 4094-1) durchzuführen. Wir dokumentieren Fallgewicht, Fallhöhe, Sondenkopf und Bohrlochdurchmesser lückenlos. Für die Bemessung nach Eurocode 7 sind die Korrelationen nach DIN 1054 anzuwenden.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Berlin.

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