Die Berliner Baugrundverhältnisse sind geprägt von glazialen Sedimenten: Geschiebemergel, Sande und Kiese der Weichsel-Kaltzeit wechseln kleinfäumig mit organischen Einlagerungen in den ehemaligen Schmelzwasserrinnen. Für eine belastbare Bodenklassifikation ist die Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) das zentrale Verfahren. Sie liefert die Kornverteilungskurve, die für die Beurteilung von Frostempfindlichkeit, Verdichtbarkeit und Durchlässigkeit unerlässlich ist. In Berlin mit seinem hohen Grundwasserstand – die oberflächennahen Aquifere liegen oft bei 2 bis 4 Metern – ist die genaue Kenntnis des Feinkornanteils entscheidend, um Setzungsprognosen zuverlässig zu berechnen. Die Prüfung nach DIN 18123 und ISO 17892-4 erfolgt in unserem akkreditierten Labor und wird durch eine Klassifikation der Böden nach DIN 18196 ergänzt.

Die Kornverteilungskurve ist der Schlüssel zur Bewertung von Frostempfindlichkeit, Verdichtbarkeit und Durchlässigkeit eines Bodens – besonders kritisch in den glazialen Sedimenten Berlins.