Berlin liegt im Norddeutschen Tiefland, wo mächtige weichselzeitliche Sand- und Kiesablagerungen den Untergrund dominieren, oft durchsetzt mit Torf- und Muddeschichten aus eiszeitlichen Schmelzwasserrinnen. Die Grundwasseroberfläche steht vielerorts nur zwei bis drei Meter unter Gelände, sodass Abdichtungsinjektionen bei Tiefbaumaßnahmen zur Regel werden. Eine fundierte Injektionsbemessung (Grouting) in Berlin muss daher sowohl die hydraulische Durchlässigkeit der Lockergesteine als auch die räumliche Variabilität der Sedimente berücksichtigen, um Fehlstellen im Injektionsschleier zu vermeiden. Ergänzend wird häufig ein Georadar zur Ortung verborgener Hohlräume oder alter Leitungen eingesetzt, während die Bodenklassifikation nach DIN 18196 die Grundlage für die Wahl des Injektionsguts liefert.

Die Injektionsbemessung in Berlin erfordert eine iterative Kombination aus Kornanalyse, Dilatometerversuch und rheologischer Voroptimierung.