Berlin liegt im Norddeutschen Tiefland auf mächtigen glazialen Sedimenten – Geschiebemergel, Sande und Kiese aus der Weichsel-Eiszeit, die in weiten Teilen der Stadt bis in 30 m Tiefe reichen. Für eine wirtschaftliche Gründungsplanung reicht das bloße Kartenstudium nicht aus; wir setzen die Schürfgrube als direkten visuellen Aufschluss ein, um Schichtgrenzen, Grundwasserstand und organische Einlagerungen millimetergenau zu dokumentieren. Vor jeder Bohrung oder Rammsondierung öffnen wir einen Schurf, der es dem Geotechniker erlaubt, die Ansprache nach DIN 4023 durchzuführen und gestörte wie ungestörte Proben zu entnehmen – eine Leistung, die sich in Berlin besonders bei flach gegründeten Wohngebäuden in den Randbezirken wie Lichtenberg oder Spandau bewährt hat.

Der offene Schurf liefert das einzige unverfälschte Bild des Berliner Baugrunds – keine Bohrung ersetzt die direkte Ansicht.