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Schürfgrube in Berlin – Geotechnische Aufschlüsse für Ihren Bau

Evidenzbasiertes Design. Verlässliche Lieferung.

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Berlin liegt im Norddeutschen Tiefland auf mächtigen glazialen Sedimenten – Geschiebemergel, Sande und Kiese aus der Weichsel-Eiszeit, die in weiten Teilen der Stadt bis in 30 m Tiefe reichen. Für eine wirtschaftliche Gründungsplanung reicht das bloße Kartenstudium nicht aus; wir setzen die Schürfgrube als direkten visuellen Aufschluss ein, um Schichtgrenzen, Grundwasserstand und organische Einlagerungen millimetergenau zu dokumentieren. Vor jeder Bohrung oder Rammsondierung öffnen wir einen Schurf, der es dem Geotechniker erlaubt, die Ansprache nach DIN 4023 durchzuführen und gestörte wie ungestörte Proben zu entnehmen – eine Leistung, die sich in Berlin besonders bei flach gegründeten Wohngebäuden in den Randbezirken wie Lichtenberg oder Spandau bewährt hat.

Illustratives Bild von Calicatas exploratorias in Berlin
Der offene Schurf liefert das einzige unverfälschte Bild des Berliner Baugrunds – keine Bohrung ersetzt die direkte Ansicht.

Unsere Leistungsbereiche

Methodik und Umfang

Unser Vorgehen folgt der DIN 4020 (2010-12) und ergänzt die CBR-Versuche für Tragschichten mit einer detaillierten Profilaufnahme. Die Schürfgrube wird mit einem Minibagger bis 3,5 m Tiefe ausgehoben – in Berlin reichen meist 2,0 m bis 2,5 m, um den oberflächennahen Grundwasserstand in den Talsandflächen zu erfassen. Wichtig: In den innerstädtischen Gebieten wie Mitte oder Kreuzberg treffen wir häufig auf anthropogene Auffüllungen, deren Mächtigkeit und Zusammensetzung nur im offenen Schurf sicher beurteilt werden kann. Folgende Parameter erfassen wir vor Ort:
  • Schichtgrenzen und Lagerungsdichte nach DIN 18196
  • Grundwasseranschnitt mit 24‑h‑Messung
  • Entnahme von 2–3 ungestörten Stechzylindern pro Horizont
  • Fotodokumentation und Schichtenverzeichnis
Technische Referenz — Berlin

Lokale Besonderheiten

Beim Aushub der Schürfgrube in Berlin ist das größte Risiko der unerwartete Grundwasserzutritt, besonders in den Talsandbereichen der Spreeniederung. Wir setzen daher grundsätzlich eine leistungsstarke Tauchpumpe vor, die bei Anschlag sofort abschlägt – das verhindert Böschungsbruch und Nachfall. Zudem achten wir auf Leitungen: In Berlin sind alte Gas- und Wasserleitungen nicht immer kartiert, weshalb vor jedem Schurf eine Einweisung durch die Baufirma und ggf. eine Ortung mit dem Georadar erfolgt. Die Standsicherheit der Grubenwand sichern wir mit Verbau, sobald die Tiefe 1,25 m überschreitet.

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Geltende Normen

DIN 4020 (2010-12) – Geotechnische Untersuchungen, DIN 4023 – Zeichnerische Darstellung der Schichten, DIN 18196 – Bodenklassifikation, DIN 18300 – Erdarbeiten (ATV)

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Maximale Tiefe3,5 m (Minibagger)
Bodenklassen nach DIN 183003 bis 5 (Sande bis Geschiebemergel)
Grundwassermessung24 h Ruhepegel
Probenentnahme gestörtca. 10 kg pro Horizont
Probenentnahme ungestört3 Stechzylinder (100 cm³)

Häufige Fragen

Ab welcher Tiefe ist in Berlin mit Grundwasser zu rechnen?

In den Talsandflächen (Spree, Panke) steht das Grundwasser oft bei 1,5 m bis 2,0 m unter Gelände. Auf den Hochflächen (z. B. Tempelhofer Feld) kann es bei 4 m oder tiefer liegen. Die Schürfgrube zeigt den tatsächlichen An schnitt.

Welche Norm gilt für die Schürfgrube in Berlin?

Maßgeblich ist die DIN 4020 (2010-12) für die Planung und Durchführung geotechnischer Untersuchungen. Die Ansprache der Böden erfolgt nach DIN 4023, die Klassifikation nach DIN 18196.

Was kostet eine Schürfgrube in Berlin?

Der Aufwand liegt je nach Tiefe, Zugänglichkeit und Probenumfang zwischen 480 € und 860 €. Bei mehreren Schürfen reduziert sich der Einzelpreis durch Anfahrtsbündelung.

Kann die Schürfgrube durch eine Rammkernsondierung ersetzt werden?

Nein, denn nur der offene Schurf erlaubt die direkte visuelle Ansprache, die Entnahme ungestörter Proben und die Erkennung von organischen Lagen oder Auffüllungen. Die RKS ergänzt, ersetzt aber nicht.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Berlin und seinem Großraum.

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