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Straßenbau in Berlin

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Der Straßenbau in Berlin umfasst sämtliche geotechnischen und konstruktiven Leistungen zur Planung, Bemessung und Ausführung von Verkehrswegen – von hochbelasteten Bundesautobahnen bis zu innerstädtischen Erschließungsstraßen. In einer wachsenden Metropole mit über 3,6 Millionen Einwohnern ist die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes ein entscheidender Standortfaktor. Die besondere Herausforderung liegt darin, Fahrbahnen so zu dimensionieren, dass sie den steigenden Verkehrslasten, den Folgen des Klimawandels und den spezifischen Baugrundverhältnissen Berlins standhalten. Eine fundierte Straßengeotechnik (Fahrbahnbau/Untergrundbemessung) bildet dabei das Rückgrat jeder nachhaltigen Infrastrukturmaßnahme.

Der Berliner Untergrund ist geprägt von den Ablagerungen der Weichsel-Kaltzeit und des Holozäns. Weit verbreitet sind Geschiebemergel, Schmelzwassersande und Beckentone, die in ihrer Tragfähigkeit stark variieren. Hinzu kommen anthropogene Auffüllungen aus Trümmerschutt des Zweiten Weltkriegs, die in vielen Bezirken Mächtigkeiten von mehreren Metern erreichen. Diese heterogenen Baugrundverhältnisse erfordern eine detaillierte Erkundung und eine objekt spezifische Bemessung. Eine CBR-Studie für den Straßenentwurf liefert hier unverzichtbare Kennwerte zur Beurteilung der Tragfähigkeit des Planums und zur Festlegung der erforderlichen Oberbaudicke.

Die Bemessung und Ausführung von Straßen in Deutschland folgt einem strengen technischen Regelwerk. Maßgebend sind die RStO (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen) sowie die ZTV Asphalt-StB und ZTV Beton-StB. Für die rechnerische Dimensionierung flexibler und starrer Fahrbahnen werden die RDO Asphalt bzw. RDO Beton herangezogen. Ergänzend gelten die DIN EN 1997 für geotechnische Bemessungen sowie die DIN 18300 ff. für die Vergabe und Ausführung. Während die Bemessung flexibler Fahrbahnen auf dem Mehrschichtmodell basiert und Ermüdungskriterien berücksichtigt, erfolgt die Bemessung starrer Fahrbahnen über Plattenmodelle unter Beachtung der Last- und Temperaturspannungen.

Das Spektrum der Projekte, die eine fundierte Straßenbauplanung erfordern, reicht vom Neubau von Autobahnabschnitten wie der A100 oder A113 über die grundhafte Erneuerung von Hauptverkehrsstraßen bis hin zur Erschließung neuer Wohnquartiere in Entwicklungsgebieten wie der Wasserstadt Oberhavel. Auch die Instandsetzung von Bushaltestellen, Kreisverkehren und Industriezufahrten fällt in diesen Bereich. Ein oft unterschätzter Aspekt ist die Wasserhaltung: Eine leistungsfähige geotechnische Straßenentwässerung verhindert frostbedingte Hebungen und Tragfähigkeitsverluste und sichert so die Gebrauchstauglichkeit über den gesamten Lebenszyklus. Gleiches gilt für die Straßendammbemessung, die bei Dammlagen im Bereich gering tragfähiger Weichschichten oder in Überschwemmungsgebieten eine standsichere und setzungsarme Gründung gewährleisten muss.

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Verfügbare Leistungen

Bemessung flexibler Fahrbahnen

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Bemessung starrer Fahrbahnen

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Straßendammbemessung

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Geotechnische Straßenentwässerung

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CBR-Studie für Straßenentwurf

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Straßengeotechnik (Fahrbahnbau/Untergrundbemessung)

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Häufige Fragen

Welche geotechnischen Risiken sind im Berliner Straßenbau besonders zu beachten?

In Berlin stellen heterogene Auffüllungen aus Trümmerschutt, gering tragfähige Beckentone und organische Weichschichten in ehemaligen Feuchtgebieten die Hauptrisiken dar. Diese können zu ungleichmäßigen Setzungen, Frosthebungen und unzureichender Tragfähigkeit führen. Hinzu kommen lokal hohe Grundwasserstände. Eine sorgfältige Baugrunderkundung und eine darauf abgestimmte Bemessung sind daher unerlässlich, um Schäden und vorzeitige Erneuerungszyklen zu vermeiden.

Welche Normen und Richtlinien sind für den Straßenoberbau in Deutschland verbindlich?

Zentral sind die RStO 12 für die Bauweisen, ergänzt durch die RDO Asphalt und RDO Beton für die rechnerische Dimensionierung flexibler und starrer Fahrbahnen. Die ZTV Asphalt-StB und ZTV Beton-StB regeln die Ausführung. Geotechnisch gelten DIN EN 1997, DIN 4020 für Baugrunduntersuchungen und die ZTV E-StB für Erdarbeiten. Für die Vergabe sind VOB/C und ATV DIN 18300 ff. maßgebend.

Wann ist eine rechnerische Bemessung nach RDO anstelle der Standardbauweisen nach RStO erforderlich?

Eine rechnerische Dimensionierung wird notwendig, wenn die Randbedingungen von den standardisierten Annahmen der RStO abweichen. Dies betrifft besonders hohe Verkehrslasten, extreme klimatische Einflüsse, gering tragfähige Untergründe oder Sonderbauweisen. Auch bei der Optimierung von Bauweisen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit bietet die rechnerische Bemessung die Möglichkeit, den Oberbau exakt auf die projektspezifischen Anforderungen abzustimmen.

Welche Rolle spielt die Straßenentwässerung für die Dauerhaftigkeit von Fahrbahnen?

Die Entwässerung ist essenziell, da eindringendes Wasser den Untergrund aufweicht, die Tragfähigkeit drastisch reduziert und bei Frost zu Hebungen und Rissbildungen führt. Eine funktionierende Dränage leitet Oberflächen- und Sickerwasser zuverlässig ab. Bereits in der Planungsphase muss die Entwässerung integraler Bestandteil sein, um Frosteinwirkungen zu minimieren und die langfristige Gebrauchstauglichkeit des Oberbaus sicherzustellen.

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